Sich ausgelaugt fühlen: Was Stress und Burnout damit zu tun haben kann

Fachlich geprüft von Baran Erdik, Dr. med., mag. rer. publ. und Dora Matis, Dr. med.
Aktualisiert 6. Oktober 2025 von BetterHelp Redaktionsteam

Wachst du manchmal schon erschöpft auf und fühlst dich, als könntest du nie genug Schlaf bekommen? Egal, was du versuchst, um dich auszuruhen oder zu entspannen, so richtig zur Ruhe kommst du nicht? Dann bist du damit nicht allein. Laut einer Studie läuft jede fünfte Person auf die Gefahr hinaus, einen Burnout zu erleiden. Was du tun kannst, wenn du zu dieser Gruppe gehörst, beleuchten wir in dem folgenden Artikel.

Eine Frau sitzt in einem Café im Freien und starrt in die Ferne, wirkt nachdenklich.
Getty/LeoPatrizi
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So wirkt sich Stress auf deinen Körper aus

Stress ist nicht nur eine mentale oder emotionale Erfahrung, sondern etwas, das unser ganzer Körper spürt. Wenn das Leben uns viel abverlangt - Arbeitsfristen, familiäre Verpflichtungen, finanzieller Druck - setzt unsere Stressreaktion ein. Anfänglich hilft sie uns, schwierige Situationen zu meistern, wenn Stress jedoch chronisch wird, zehrt er an unseren körperlichen, emotionalen und geistigen Energiereserven und wir fühlen uns erschöpft.

Burnout: Der Höhepunkt der Überlastung

Burnout ist mehr als nur Müdigkeit; es ist ein Zustand der emotionalen, körperlichen und geistigen Erschöpfung, der durch anhaltenden und übermäßigen Stress verursacht wird. Es ist, als würde deine innere Batterie schon so lange auf Rot laufen, dass sie sich nicht mehr aufladen kann.

Anzeichen eines Burnouts

Die folgenden Symptome können auf einen Burnout hinweisen: 

  • Du bist emotional distanziert oder losgelöst, sogar von Dingen, die dir früher Spaß gemacht haben.
  • Du bist gereizt oder ungeduldig, als ob du selbst kleine Unannehmlichkeiten als unerträglich empfindest.
  • Du bist hoffnungslos oder unmotiviert, unsicher, wie es weitergehen soll.

Was kann passieren, wenn du diese Symptome ignorierst?

Wenn du diese Gefühle ignorierst, kann es sein, dass sie chronisch werden. Anhaltender Stress und Burnout können sich auf deine allgemeine Gesundheit auswirken, indem sie deinen Schlaf stören, dein Immunsystem schwächen und sogar dein Risiko für ernsthafte Erkrankungen erhöhen. Außerdem kann ein Burnout dir die Freude am Leben nehmen. Noch wichtiger ist jedoch, dass er Ihnen die Freude rauben kann. Das Leben fühlt sich weniger lebendig, weniger sinnvoll und weniger nach „deinem“ Leben an.

Ein älterer Mann sitzt am Fenster und blickt gedankenverloren nach draußen.
Getty/Westend61

Was kannst du gegen einen Burnout tun?

Wenn du dich ausgelaugt fühlst, gibt es einige Möglichkeiten, wie du deine Energie zurückgewinnen und dein Wohlbefinden schützen kannst:

1. Erkenne deine Gefühle an 

Es ist in Ordnung, zuzugeben, dass du Probleme hast. Die Gesellschaft verherrlicht oft Produktivität, aber zuzugeben, dass man sich ausgelaugt fühlt, ist der erste Schritt zur Veränderung.

2. Setze Grenzen

Lerne, auch mal “nein” zu sagen. Deine Zeit und Energie zu schützen, ist nicht egoistisch, sondern dient deinem Selbstschutz.

3. Suche dir Unterstützung

Die Hilfe von einem Experten oder einer Expertin, einer beratenden oder einer vertrauten Person könnte dir helfen, dich weniger isoliert in deinen Gefühlen zu fühlen. Mit professioneller Unterstützung, wie z. B. einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVZ), kannst du lernen, mit Stress umzugehen und Grenzen zu setzen. Eine Therapie hilft dir, Muster zu erkennen, Verhaltensweisen zu hinterfragen und neue Bewältigungsstrategien zu erlernen. Du könntest zum Beispiel auch die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (iKVT) ausprobieren. 

4. Priorisiere Ruhe

Bei der Erholung geht es nicht nur um Schlaf, sondern auch darum, dass du deinem Geist und Körper Zeit zur Erholung gibst. Versuche es mit erholsamen Aktivitäten wie Meditation, Yoga oder einfach nur mit einer Tasse Tee in der Stille.

5. Höre auf deinen Körper 

Wenn du dich erschöpft fühlst, signalisiert dir dein Körper, dass er Ruhe braucht. Höre auf das, was dein Körper verlangt - sei es mehr Schlaf, eine bessere Ernährung oder eine Pause vom Alltagstrott.

Eine Frau lächelt herzlich, während sie über ihren Laptop in einem Videogespräch ist.
Getty/CentralITAlliance
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Fazit

Wenn du dich ausgelaugt fühlst, denke daran: Du bist nicht kaputt. Du bist ein Mensch. Und menschlich zu sein bedeutet, Grenzen zu haben. Es ist in Ordnung, langsamer zu machen, einen Schritt zurückzutreten und Prioritäten zu setzen. Das Leben ist kein Wettlauf, es ist eine Reise. Atme tief durch. Du hast alles in der Hand. Und wenn du auf diesem Weg Hilfe brauchst, zögere nicht, sich diese zu holen. Manchmal reicht schon der erste Schritt in Richtung Selbstfürsorge, um sich ein bisschen weniger ausgelaugt und ein bisschen hoffnungsvoller zu fühlen.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keinen medizinischen oder therapeutischen Ratgeber dar. Die Erwähnung von Diagnosen oder psychologischen Beratungs-/Behandlungsoptionen dient ausschließlich der Information und gibt keine Auskunft über die Verfügbarkeit über BetterHelp in deinem Land.
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