Besser durchschlafen: Strategien für erholsameren Schlaf

Fachlich geprüft von Johannes von Borstel, Dr. med. und Dora Matis, Dr. med.
Aktualisiert 6. Oktober 2025 von BetterHelp Redaktionsteam

Guter Schlaf ist unerlässlich für unser allgemeines Wohlbefinden. Doch manchmal können wir einfach nicht einschlafen – man liegt wach, die Gedanken kreisen, und am nächsten Tag fühlt man sich müde und ausgelaugt. Schlafmangel kann dann unsere Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Die gute Nachricht ist: Viele Faktoren, die unseren Schlaf beeinflussen, haben wir selbst in der Hand. Mit der richtigen Schlafhygiene, besserem Umgang mit Stress und einfachen Entspannungstechniken kann jeder von uns unsere Schlafqualität verbessern. In diesem Artikel erfährst du, welche Maßnahmen dir helfen können, schneller einzuschlafen, erholsamer zu schlafen und morgens ausgeruht aufzuwachen und mit voller Energie in den Tag zu starten.

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Schlaf ist wichtig: Ursachen von schlechtem Schlaf erkennen

Schlafprobleme können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden: äußere Einflüsse, innere Anspannung oder ungewohnte Veränderungen im Alltag.Um die Schlafqualität langfristig zu verbessern, ist es wichtig, die individuellen Ursachen zu identifizieren und gezielt anzugehen und zu behandeln. Hier zeigen wir dir mögliche Gründe für schlechten Schlaf und wie du neue Wege findest, wieder entspannter ein- und durchzuschlafen.

Stress

Stress ist eine der Hauptursachen für unruhigen Schlaf. Innere Unruhe führt oft dazu, dass Menschen Schwierigkeiten haben, einzuschlafen oder durchzuschlafen. Die ständige Aktivität des Gehirns verhindert die nötige Entspannung, die für eine erholsame Nachtruhe erforderlich ist.

Schlechte Schlafhygiene

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung einer guten Schlafhygiene. Dazu gehören Faktoren wie der Verzicht auf Koffein oder Alkohol am Abend, die begrenzte Nutzung elektronischer Geräte vor dem Schlafengehen oder eine ruhige Schlafumgebung. Die Wissenschaft zeigt: Blaulicht von Smartphones und Fernsehern hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, wodurch das Einschlafen erschwert wird.

Unpassende Ernährungsgewohnheiten

Was und wann du isst, kann sich auf deinen Schlaf auswirken. Leichte Mahlzeiten am Abend unterstützen eine entspannte Nachtruhe, während dich sehr fettige oder stark gewürzte Speisen eher wach halten können. Je nachdem was du isst oder wenn du länger vor dem Schlafengehen nichts gegessen hast, kann sich das auf deinen Blutzuckerspiegel auswirken. Ein stabiler Blutzuckerspiegel über Nacht kann dir helfen, ruhig durchzuschlafen.

Unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus

Manche von uns arbeiten in Jobs, bei denen man einem unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus nicht entkommen kann. Doch wer jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett geht und aufsteht, bringt seinen natürlichen Schlafrhythmus durcheinander. Besonders Schichtarbeit oder häufiges Reisen über verschiedene Zeitzonen hinweg können den Schlaf erheblich beeinträchtigen. 

Körperliche und emotionale Ursachen

Manchmal steckt hinter unruhigen Nächten mehr als nur ein voller Kopf. Auch körperliche Veränderungen oder anhaltende innere Belastungen können dazu führen, dass du schlechter zur Ruhe kommst. Das gilt zum Beispiel in Zeiten hormoneller Umstellungen wie den Wechseljahren.

Wie kann man die Schlafqualität verbessern? 

Das Erkennen der Ursachen ist der erste Schritt zur Verbesserung der Schlafqualität. Wer seine individuellen Auslöser kennt, kann gezielt Maßnahmen ergreifen, um seinen Schlaf nachhaltig zu verbessern. Hier haben wir ein paar unterschiedliche, wirksame Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität zusammengefasst:

Den Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisieren

Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ist essentiell für einen erholsamen Schlaf. Der Körper gewöhnt sich an feste Zeiten und kann sich so besser auf den Schlaf einstellen. Versuche also am besten, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und zur gleichen Zeit auch wieder aufzustehen – auch am Wochenende. Vermeide auch lange Nickerchen am Tag, die den natürlichen Schlafrhythmus durcheinander bringen können. Um sicherzustellen, dass du zur selben Zeit aufstehst, kannst du einen Wecker nutzen und so deinen Rhythmus stabilisieren.

Die richtige Schlafhygiene etablieren

Eine richtige und gute Schlafhygiene können Wunder bewirken und deine Schlafqualität enorm verbessern. Eine Schlafhygiene umfasst all das, was zu einer besseren Nachtruhe beiträgt. Beginnen wir beim Bett: Eine bequeme Matratze und ein passendes Kissen sind unerlässlich, damit sich dein Körper entspannen und sich bestens auf den Tiefschlaf vorbereiten kann. Dann ist es wichtig, die Schlafumgebung zu optimieren. Das heißt: Ein dunkles und kühles Raumklima kann den Schlaf fördern. Außerdem kann die Entwicklung einer Abendroutine mit Ritualen, wie Lesen oder Meditation, das Einschlafen erleichtern.

Schlaf und Bewegung 

Als nächstes kann regelmäßige körperliche Aktivität dazu beitragen, Stress abzubauen und die Schlafqualität zu verbessern. Besonders Ausdauersportarten wie Laufen, Joggen, Schwimmen oder Radfahren können helfen, den Körper zu entspannen und schneller zur Ruhe zu kommen. Bewegung fördert die Ausschüttung von Endorphinen, die Stress reduzieren und eine ausgeglichene Stimmung unterstützen. Dabei sollte intensive körperliche Aktivität möglichst nicht direkt vor dem Schlafengehen erfolgen, da sie den Kreislauf anregt und das Einschlafen erschweren kann. Ideal ist es, mindestens drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen zu trainieren.

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Gezielte Nutzung von Lichtquellen

Des Weiteren spielt Sonnenlicht eine entscheidende Rolle für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Wer tagsüber ausreichend Tageslicht bekommt, unterstützt die körpereigene Produktion von Melatonin, einem wichtigen Schlafhormon. Besonders in den dunkleren Monaten kann der gezielte Einsatz von Lichtquellen helfen, den natürlichen Rhythmus aufrechtzuerhalten. Lichtwecker oder Tageslichtlampen simulieren Tageslicht und helfen dabei, Müdigkeit am Tag zu reduzieren und abends leichter einzuschlafen. Auch ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, die innere Uhr zu stabilisieren.

Achtsamkeitsübungen

Achtsamkeitstechniken wie Meditation oder Atemübungen können helfen, den Geist zu beruhigen und den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Diese Techniken fördern die Entspannung und reduzieren kreisende Gedanken, die oft das Einschlafen verhindern. Eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis hilft dabei, Stress abzubauen und eine tiefere Verbindung zum eigenen Körpergefühl herzustellen. Besonders geführte Meditationen oder Atemübungen vor dem Schlafengehen können eine beruhigende Wirkung haben und das Einschlafen erleichtern. Das haben auch wissenschaftliche Studien beweisen können: Die aktuelle Forschung zeigt, dass häufige Achtsamkeitsmeditation zu erholsamerem Schlaf führen kann.

Natürliche Einschlafhilfen

Neben Verhaltensänderungen und Entspannungstechniken gibt es auch natürliche Mittel, die den Schlaf unterstützen können:

Wichtiger Hinweis: Natürliche Einschlafhilfen sollten unterstützend eingesetzt werden und stellen keine langfristige Lösung für tieferliegende Ursachen, die den Schlaf beeinträchtigen, dar.

Unterstützung bei anhaltender niedriger Schlafqualität 

Wenn du schon länger schlecht schläfst und dich das im Alltag erheblich beeinträchtigt, kann es hilfreich sein, dir passende Begleitung zu suchen. Es gibt verschiedene Ansätze, die dir helfen können, wieder zu erholsamem Schlaf zu finden und langfristig einen natürlichen Schlafrhythmus zurückzugewinnen. 

Schlaf neu denken: Ein Perspektivwechsel hilft

Ein hilfreicher Ansatz kann die sogenannte kognitive Umstrukturierung sein.  Du lernst dabei, belastende Gedanken rund um das Thema Schlaf zu erkennen, zu verändern und gezielt zu lösen. Oftmals entwickeln Menschen mit Schlafproblemen eine negative Erwartungshaltung gegenüber dem Schlaf, die sich durch Äußerungen wie „Ich werde sowieso wieder nicht schlafen können“ manifestieren, was die Problematik nur verstärkt. Genau hier setzt die Methode der kognitiven Umstrukturierung an und kann helfen, hilfreichere Sichtweisen zu entwickeln und eine entspanntere Beziehung zum Einschlafen aufzubauen.

Methoden zur Förderung von Entspannung 

Die Entspannungstechniken können Betroffenen dabei helfen, den Körper und Geist auf den Schlaf vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem:

  • Autogenes Training: Diese Methode nutzt Autosuggestion, um eine tiefe Entspannung herbeizuführen. Durch das bewusste Lenken der Gedanken auf bestimmte Körperempfindungen kann die innere Anspannung reduziert und das Einschlafen erleichtert werden.
  • Yoga: Sanfte Yoga-Übungen und Atemtechniken können helfen, Stress abzubauen und das Nervensystem zu beruhigen. Besonders hilfreich sind beruhigende Yoga-Stile wie Yin Yoga oder Restorative Yoga, die auf Dehnung und Entspannung ausgerichtet sind.
  • Hypnose: Hypnose kann unterstützend eingesetzt werden, um innere Blockaden zu lösen und einen entspannteren Umgang mit Schlafproblemen zu fördern. Sie kann dabei helfen, das Unterbewusstsein positiv auf den Schlaf einzustimmen und Ängste vor dem Einschlafen zu lösen.
  • Progressive Muskelentspannung: Diese Technik nach Jacobson basiert auf der gezielten An- und Entspannung einzelner Muskelgruppen. Sie hilft, körperliche Unruhe abzubauen und das Einschlafen zu erleichtern.

Digitale Unterstützung nutzen

Viele wirkungsvolle Methoden zur Verbesserung deiner Schlafqualität  lassen sich auch ganz flexibel von zuhause aus online umsetzen.  Plattformen wie BetterHelp ermöglichen es dir, mit erfahrenen Berater:innen Kontakt aufzunehmen und gemeinsam an Themen zu arbeiten, die deinen Schlaf beeinflussen können. Egal ob per Video, Anruf oder Nachricht: Du entscheidest dabei, wie und in welchem Tempo du begleitet werden möchtest. 

Ilona Titova/EyeEm
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Eine Online-Beratung kann dir folgende Vorteile bieten:

  • Ortsunabhängig & flexibel: Du kannst jederzeit und von überall Unterstützung in Anspruch nehmen - wo und wie es für dich passt.
  • Individuell abgestimmt: Gemeinsam mit deinem Berater oder deiner Beraterin entwickelst du Strategien, die zu dir, deinem Tempo und deinen Bedürfnissen passen.
  • Modern & bequem: Viele Menschen empfinden Online-Begleitung als besonders niedrigschwellig, weil sie ganz ohne Wartezimmer oder Anfahrtswege auskommt.

Dazu können aktuelle wissenschaftlich fundierte Studien zeigen, dass digitale Unterstützungsangebote ebenso wirksam sein können wie traditionelle Gespräche vor Ort. Wenn du deine Schlafqualität verbessern willst, kannst du online mit erfahrenen Berater:innen sprechen und so für dich passende Methoden finden, um einen erholsamen Schlaf zu fördern. 

Fazit

Manchmal beeinflussen Stress, eine schlechte Schlafhygiene oder körperliche Faktoren, wie gut oder schlecht wir schlafen. Die gute Nachricht ist: Mit den richtigen Strategien kannst du deine Schlafqualität aktiv verbessern. Ein stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, eine entspannte Abendroutine und gezielte Entspannungstechniken können helfen, schneller einzuschlafen und erholsamer durchzuschlafen. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann passende Unterstützung eine sinnvolle Lösung sein. Digitale Angebote wie Online-Beratung ermöglichen zudem einen flexiblen und einfachen Zugang von zuhause aus.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keinen medizinischen oder therapeutischen Ratgeber dar. Die Erwähnung von Diagnosen oder psychologischen Beratungs-/Behandlungsoptionen dient ausschließlich der Information und gibt keine Auskunft über die Verfügbarkeit über BetterHelp in deinem Land.
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